Die Entwickler der englischen Softwareschmiede Piriform sind vielen wahrscheinlich vor allem durch den CCleaner bekannt, mit dem man seinen Windows-PC leicht von Datenmüll befreien kann. Neben dem CCleaner bietet Piriform noch zwei weitere Produkte an: Den Defraggler, der die Windows-Defragmentierung um Längen schlägt und Recuva, ein Programm zur Datenwiederherstellung, welches ich in diesem Artikel näher vorstellen möchte.
Recuva (ausgesprochen: Recover) ist wie der CCleaner und Defraggler Freeware und eignet sich hervorragend um (versehentlich) gelöschte Daten zu retten. Dies gilt nicht nur für die eigene Festplatte sondern auch für USB-Sticks und Speicherkarten.
Die Installation von Recuva liegt in 32 Sprachen vor und lässt sich gewohnt einfach installieren. Aufpassen muss man lediglich direkt nach der Wahl des Installationsverzeichnissen bei den Installations-Einstellungen, standardmäßig ist nämlich ein Häkchen bei “Install optional Yahoo! Toolbar” gesetzt, welche fleißig Daten über die “Toolbar Usage” nach Hause sendet. Hier sollte sich also jeder zwei mal überlegen, ob er das Häkchen dort gesetzt lässt oder nicht.
Startet man Recuva nach der Installation, öffnet sich der selbsterklärende Recuva-Assistent, der intuitiv zu bedienen ist. Im ersten Schritt wählt man den Dateityp aus und kann hier zwischen Bildern, Musik, Dokumenten, Videodateien und Sonstigen wählen. Bei entsprechender Auswahl wird die Suche auf jeweils typische Dateiformate beschränkt.
Im zweiten Schritt hat man die Möglichkeit den vermuteten Speicherort der verlorenengegangenen Daten zu wählen. Automatisch ausgewählt ist “Bin mir nicht sicher”, woraufhin der gesamte PC durchsucht wird. Wählen kann man weiterhin “Auf meiner Speicherkarte” für Wechseldatenträger, “In den Eigenen Dateien” und “Im Papierkorb”. Alternativ kann man direkt selbst einen Pfad eingeben.
Bevor die Suche beginnt, hat der Benutzer die Möglichkeit, den Tiefenscan zu aktivieren, falls vorherige Scans erfolglos waren.
Natürlich kann man das Programm auch ohne den Assitenten bedienen.
Nach einem Klick auf “Start”, durchsucht Recuva den angegeben Ort nach den verlorenen Daten. In der neusten Version 1.26.416 wird die Restdauer des Scans angegeben. Für den gesamten PC braucht Recuva, ohne Tiefenscan, bei mir (250GB HDD und USB-Stick) etwa eine Minute.
Anschließend zeigt das Programm die Ergebnisse. Neben dem Dateinamen wird, sofern möglich, eine Vorschau angezeigt. Hat man die verlorene Datei gefunden, markiert man die Checkbox vor dem Dateinamen und klickt auf “Wiederherstellen”. Nach dem Wählen des neuen Speicherorts werden die Daten wiederhergestellt.
Dateien, die erst vor kurzem über den Windows-Papierkorb gelöscht wurden, waren für Recuva bei mir kein Problem und konnten problemlos wiederhergestellt werden. Bei meiner Speicherkarte meiner Canon-Kamera war Recuva jedoch machtlos, nachdem ich die Kamera-interne Formatierungsfunktion genutzt hatte.
Trotzdem kann ich das Programm empfehlen, falls man doch mal einen falschen Mausklick macht und versehentlich Daten löscht, auf die man noch einmal zugreifen möchte, ist das kostenlose Tool Recuva zumindest einen Versuch wert.
Recuva:
Entwickler: Piriform
Lizenztyp: Freeware
Systeme: ab Windows 98 – Windows Vista, 32 Bit & 64 Bit
Download: piriform.com
Alternative: O&O UnErase (29,90€)
Logo: recuva.com, Piriform Ltd.
Popularity: 3% [?]












[...] Jetzt kommt Recuva zum Einsatz – neben der installierbaren Version ist auch eine portable verfügbar. Eine ausführliche Beschreibung hat Timo von Chackzz.de geschrieben. [...]