Ich weiß nicht wie es an anderen Hochschulen und in anderen Studiengängen dieses Landes ist, aber bei mir ist es fast schon Pflicht Microsoft zu hassen. Die eine Hälfte der Dozenten arbeitet demonstrativ mit Linux, der andere Teil gibt sich Windows hin, meckert aber trotzdem darüber. Auf uns Studenten hat die Anti-Microsoft-Haltung noch nicht abgefärbt. Auf die Frage, wer denn mit Linux arbeitet gingen im Hörsaal doch nur die Hände einiger weniger langhaariger Menschen mit Wacken-T-Shirt hoch.
Ich persönlich habe mit Linux eher schlechte Erfahrungen gemacht, unter Ubuntu funktionierten nämlich sämtliche Stromsparmaßnahmen meines Laptops nicht und ich war froh, als wieder das Logo von Windows Vista beim Booten auftauchte.
Darum soll es aber hier nicht gehen. Viel mehr hat Microsoft unter dem Namen “Das wahre Office” eine sehr gute Aktion gestartet, die den Studenten sicherlich gefallen dürfte, einige Raubkopien verhindern kann und nebenbei vielleicht auch das negative Image der Softwarefirma etwas aufpolieren könnte.
Wer nämlich bisher nicht von Microsofts MSDNAA profitierte, weil er z.B. keiner entsprechenden Fachrichtung angehörte, musste für Office 2007 Ultimate selbst in der Schulversion noch mehr als 250€ hinlegen, oder aber auf kostenlose Alternativen wie OpenOffice (OOo) zurückgreifen. Eine gute Lösung war das für mich nie. Für reine Textsachen eignete sich OOo sehr gut, sobald es aber an die Behandlung von .docx-Dokumenten oder in Microsoft Power Point erstellten Präsentationen ging, hatte ich mit Darstellungsfehlern und verfälschtem Layout zu kämpfen.
Die Lösung könnte “das wahre Office” sein. Für alle Studenten mit aktueller Studienbescheinigung, die ihre Hochschule auf Microsofts Liste wiederfinden, gibt es Office 2007 Ultimate (Word, Excel, Access, PowerPoint, Outlook, Publisher, OneNote, InfoPath, und Groove) für 52€. Weiterhin können Studenten ein Upgrade auf Windows Vista Ultimate 32-Bit oder 64-Bit für 56€ (bisher ab 149€) und das Language Pack für Office 2007 mit 36 Sprachen für 12€ erwerben. Ob in Zukunft weitere Produkte angeboten werden, bleibt leider offen. Der einzige Wermutstropfen ist meiner Meinung nach, dass der berechtigte Käufer über eine gültige Kreditkarte verfügen muss, was in Deutschland, gerade bei Studenten, bei weitem kein Standard ist.
Trotzdem ist die Aktion in meinen Augen eine gute Möglichkeit gegen Raubkopien vorzugehen, seit Jahren bin ich der Meinung die einzig wirksame Methode ist eine faire Preisgestaltung, gerade für Zielgruppen, die über kein bzw. ein geringes eigenes Einkommen verfügen. Microsoft geht hier mit einem guten Beispiel voran und auch Plattenfirmen bieten mittlerweile günstige Versionen ihrer Publikationen an. Fehlen nur noch die Spieleschmieden.
Bildquelle: Microsoft Bilddatenbank
Popularity: 1% [?]